10 Gebote der Fotografie
Wie immer, habe ich nach etwas anderem gesucht und bin auf ein wirklich interessantes Blog gestossen, das äusserst kreativ und sehr informativ ist.
Unter anderem gibt es einen Beitrag, der der Selbstverwirklichung zum Thema Fotografie etwas auf die Sprümge helfen kann: 10 Gebote der Fotografie. Im Beitrag sind diese erläutert – ich möchte sie aber aus mir selbst betrachten.
Zu allererst soll unterstrichen werden, dass es um Fotografie und nicht um Bildbearbeitung geht, oder um Bilder die später bearbeitet werden sollen.
1. Gebot: Denke positiv
Grundsätzlich richtig. Mit schlechter Laune bekommt man nichts hin. Mir persönlich geht es so, dass wenn ich morgens aus dem Haus gehe und die Camera mitnehme, dann lasse ich es auf mich zukommen. Motive gibt es überall und manchmal kann ein melancholischer Gedankengang ein wundervolles Grau zaubern; man muss nur alle Sinne auf Empfang stellen…
2. Gebot: Stelle Dir eine Aufgabe
Die Aufgabe besteht darin, ein möglichst perfektes Bild zu machen. Was heisst zu machen – es ist schon da muss nur noch auf den Chip gebrannt werden…
Ich lobe aber eine andere Art von Aufgabenstellung: Pictureartist z.B. arbeitet ihre eigenen Projekte ab. Möchte es eigentlich auch mal versuchen, müsste dabei aber jedes vorgegebene Zeitfenster überspringen dürfen. Das scheint mir nicht der Sinn der Sache zu sein…
3. Gebot: Regeln brechen
Die genannte Drittregel ist wie alle Regeln: sie soll einiges leichter machen, muss aber nicht befolgt werden. Nicht jedes Bild macht sich symetrisch gut und nicht jedes symetrische Bild passt zum Gedanken/ zur Blickweise des Künstlers…

4. Gebot: Zoome mit Deinen Füßen
Das ist eine sehr schöne Regel und in der Tat auch gut für die Figur. Das Objekt der Begierde muss manchmal gefunden und erforscht, ja sogar umworben werden – das kann kein Objektiv übernehmen. Wenn auch nur kurz: Forschung ist gefragt!
5. Gebot: Drücke seltener den Auslöser
JEIN. Zum einen ist es egal, wenn manche Bilder misslingen – man kann sie ja wieder löschen, andererseits könnte man einen guten Schnappschuss verpassen…
6. Gebot: Schaue Deine Bilder seltener auf dem LCD an
Ich muss. Meine Horizonte und Meere kippen oft nach links weg. Egal wie die Kulisse ist, kann das Bild schnell an Wert verlieren.
7. Gebot: Fotografiere mit Leidenschaft
Anders können die Bilder nichts werden. Es ist in der Tat so, dass man Dinge nur dann gut macht, wenn man sie gerne und mit Leidenschaft macht.
8. Gebot: Verwirkliche Deine eigenen Ideen
Wer wirklich keine Idee hat, der/ die sollte einfach mal raus schauen. Da ist immer etwas.
9. Gebot: Lass Dich inspirieren
Die Inspiration kommt von ganz alleine. Egal in welche Stimmung sie umschlägt. An anderen Fotografen die Orientierung zu finden ist grundsätzlich eine hervorragende Idee, anders hätten wir oft keine Motivation, aber die Hauptinspiration (für mich) ist und bleibt, ein Bild zu machen, mit dem ich richtig zufrieden bin.
10. Gebot: Die besten Motive sind direkt vor Deiner Nase
Ja! Hier ist allerdings die eigene Aufmerksamkeit gefragt. Man muss schon mal einer recht hässlichen Umgebung trotzdem etwas – wenn auch nicht schönes – interessantes abgewinnen können. Bin nicht sicher, ob das einen perfekten Fotografen ausmacht, in jedem Fall aber einen kreativen Menschen.

Es lohnt sich wirklich, diese 10 Gebote mal zu lesen und einen eigenen Gedanken zu wagen, auch das kann schon Inspiration bedeuten…
Das Blog ist ab sofort in der Linkliste.
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14 Kommentare
“Denke positiv” und “Zoome mit deinen Füßen” kann ich nur unterstreichen.
Ich krieche gerne irgendwo rum und schaue, was es alles zu sehen gibt.
Und diese ganzen Bildbearbeitungen wie HDR und Co. sind mir schon fast ein Greuel. Ich finde, die Kunst besteht darin, das Motiv rein mit der Kamera so hinzubekommen und das natürliche Licht zu nutzen.
Das Nasenbild!!!! Sieht echt genial aus! Hast Du davon gesprochen?
Inspiration ist alles. Da ich keine profifotografin bin, nein – eher auf Schnappschuß aus, verstehe ich auch die `drittregel´ nicht
ich bewundere die Leut´ die so viel Geld für kameras und so investieren und frage mich dann immer wieder warum es wohl kleine kameras gibt?
die Blumen sind wunderschön.
Hi Lotti!
Warum die Menschen soviel Geld ausgeben kannst Du an Werbeplakaten zum Bsp. sehen. Oder hast du scho mal ein plakat mit deiner kleinen kamera gemacht?
Schau dir das an und mach mit deiner kamera etwas vergleichbares: http://software.canon-europe.com/files/documents/EF_Lens_Work_Book_8_DE.pdf
Das soll übrigs keine schlechte kritik an dich sein
Schöne .pdf

Bei der “kleinen Kamera” ergibt sich natürlich auch immer die Frage: WIE KLEIN und was ist GROSS?
Wenn jemand wirklich nur Schnappschüsse un dArbeitskollegen fotografiert, wird er/ sie sich keine weiteren Gedanken über die eigentliche Kunst machen
…aber trotzdem schön, dass Du die “Nichtkritik” erwähnst*g*
@Ashmodai: Ja, das natürliche Licht ist natürlich das beste. Wobei man hier ja mit Filtern und und und ganz gut zuarbeiten kann…
@Beate: es ist das Bild. Als wir das damals gemacht haben, hab ich mit TAGELANG totgelacht. Es war in Antwerpen am Marktplatz. Wenn Ihr mal vorbei schaut bei uns, dann fahren wir nach Antwerpen speisen. Es ist nicht so weit und super schön…
@Lotti: Danke für den Hinweis. Möchte jetzt aber nicht in der Antwort erklären was eine Drittregel sein kann, werde dazu einen speziellen Post mal schreiben. Danke auch für das Kompliment zur Blume
Also, ich muß ja ganz ehrlich sagen, mit den Regeln, fast allen, kann ich nicht sehr viel anfangen. Ich fotografiere einfach immer nur so aus dem Bauch heraus und dann fallen mir die Beiträge dazu ein, irgendwie so…
Einzig Punkt 10 kann ich nachvollziehen und bestätigen. Aber, na ja, ich werde mir die anderen Punkte mal reinziehen, versuchen sie zu befolgen…
Sei lieb gegrüßt
Kvelli
…achja… allerlei regeln helfen schon und bringen verständis für verschiedenste techniken. ganz uninteressant ist es nicht
aber vom herzen muss es immer sein, sonst gelingt es gar nicht
…ÜBRIGENS: man kann jetzt für die beiträge voten
endlich mal was schönes gefunden
step by step und alles was nun als “regeln” da steht ist eine natürliche art und weise, wie ein Fotograf seine Objekte fotografiert.
bei mir war es ein prozeß von einigen jahren, bis ich das so raus hatte und ich mir bewußt wurde, dass ich alle diese regeln befolge.
Stimmt. Ich denke, dass es auch beim Ausprobieren irgendwann einen Sinn ergibt. Die richtige Technik für dies & das kommt dann mit der Zeit
das sagt meine schwester auch
Guten Morgen Luiza,
hab Dich grad bei Kvelli entdeckt.
Diese Regeln sind sehr interessant. Ich fotografiere gern und viel aber bisher immer nur “fei nach Schnauze”, ohne irgendwelche Regeln. Doch wenn man sie beachtet, werden die Bilder evtl. noch besser.
Viele Grüße
Katinka
Guten Morgen!
aber Du hast etwas ähnliches mit der Horizontlinie, wie ich es habe*hihi*
Deine Bilder sind schon sehr gut (war gerade zu Besuch…
Die Regeln sind sehr vielseitig und breit anwendbar, wenn man nur weiss was man will. Interessant in jedem Fall. Aber ich bezweifle, dass Bilder besser werden, wenn man Regeln befolgt. Man kann sie präzisieren, aber die Kunst kommt von Dir
Viele Grüsse!